Krankenversicherung

Es gibt tausend Krankheiten, aber nur eine Gesundheit. Und eben diese Gesundheit gilt es zu erhalten.

Ob mit einer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung. Beide haben mit Problemen zu kämpfen, und je nach persönlicher finanzieller Situation hat der Kunde die Wahl zwischen den Kassen. Wir kennen uns im Gewirr der Kassen aus und beraten Sie gerne zu Kassenwechsel und Versicherungspflicht. Denn die richtige Kassenwahl kann entscheidend sein für Ihre Gesundheit und die Ihrer Familie und kann die Familienkasse obendrein noch um ein paar hundert Euro im Jahr entlasten. Durch die freie Kassenwahl und eine Vielzahl von vermeintlich günstigen Betriebskrankenkassen, die um Mitglieder buhlen, steigt die Verwirrung beim Versicherungsnehmer, und die Kassenwahl wird zur Qual. Diese Leistungs- und Beitragsunterschiede machen eine individuelle Beratung unumgänglich. Denn computergestützte Vergleichsprogramme sind zwar hilfreich, ersetzen aber keine Beratung zu individuellen Problemen, Sorgen und Nöten. Meist kommt das böse Erwachen dann im Falle eines Unfalles oder einer plötzlich eintretenden Krankheit: Die Kasse zahlt nicht, weil der Leistungskatalog die nötige Therapie nicht beinhaltet. Zusatzversicherungen sind zu empfehlen. Ob private oder gesetzliche Kasse, beide Systeme haben mit Problemen zu kämpfen:

Steigende Kosten im Gesundheitswesen

Der medizinisch-technische Fortschritt sowie die gestiegene Zahl der Erkrankten haben dazu geführt, dass die Leistungsaufwendungen für das Gesundheitswesen in Deutschland ständig steigen. Schon heute fallen für die über 65-Jährigen, die rund 17 Prozent der Bevölkerung ausmachen, knapp 43 Prozent der Krankheitskosten an. Der Anteil dieser Altersgruppe soll sich bis 2050 verdoppeln.

Über 70 Millionen Menschen sind in der Gesetzlichen Krankenversicherung und in der Sozialen Pflegeversicherung versichert; das sind rund 85 Prozent der Bevölkerung.
Im Jahr 2005 hatten die Kassen rund 145,5 Milliarden Euro Einnahmen und 143,6 Milliarden Euro Ausgaben.
Im Einzelnen:

Rund 1,9 Millionen Menschen erhalten Pflegeleistungen, davon rund 1,3 Millionen ambulante und über 600.000 stationäre Leistungen. Die Gesamtausgaben der Sozialen Pflegeversicherung betrugen im Jahr 2003 rund 17,6 Mrd. Euro.

In der Gesetzlichen Unfallversicherung sind rund 75 Millionen Menschen versichert, davon 17,4 Millionen in der Schüler-Unfallversicherung. Im Jahr 2003 betrugen die Ausgaben der Gesetzlichen Unfallversicherung insgesamt 15,5 Mrd. Euro. Davon entfielen rund 2,9 Mrd. Euro auf Heilbehandlung sowie rund 5,9 Mrd. Euro auf Rentenzahlungen.

Gesunkene Geburtenraten - steigende Lebenserwartung

Bereits seit Jahrzehnten sinkt die Geburtenrate in Deutschland. Ende der 1960er Jahre brachte eine Frau in den alten Bundesländern noch - statistisch gesehen - durchschnittlich 2,1 Kinder zur Welt. Derzeit bekommt eine Frau in Deutschland statistisch nur noch 1,4 Kinder.

Das verbesserte Gesundheitsbewusstsein und der medizinische Fortschritt haben dazu beigetragen, dass Menschen in Deutschland auch länger leben können. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer ist seit 1950 um mehr als zehn auf rund 75 Jahre gestiegen, bei Frauen sogar um mehr als zwölf auf rund 81 Jahre. Damit hat sich auf die durchschnittliche Rentenbezugsdauer in den vergangenen 40 Jahren um sieben auf nunmehr 17 Jahre erhöht.

Beide Entwicklungen zusammen führen dazu, dass sich der Altenquotient, also das Verhältnis von 65-Jährigen und Älteren zu den 20 bis 64-Jährigen, bis etwa 2040 fast verdoppeln und damit rund 57 Prozent betragen wird. Das heißt auch, dass tendenziell weniger Beitragszahler für mehr Rentnerinnen und Rentner aufkommen müssen.

Die Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit bezogen auf die Bevölkerung in Deutschland belaufen sich derzeit auf rund 2.710 Euro; 1992 lagen sie noch bei 2.020 Euro. Die Gesundheitsausgaben betragen 11,1 Prozent des Brutto-Inlandsprodukts und werden im europäischen Vergleich nur von der Schweiz übertroffen. Die gesetzliche Krankenversicherung ist traditionell der größte Ausgabenträger. Sie erbringt pro Jahr rund 134 Mio. Euro.

Veränderte Altersstruktur:

Bereits heute ist jeder Fünfte über 60 Jahre alt, in 15 Jahren wird es bereits jeder Vierte sein. Das schlägt sich natürlich auch in den Kosten der Krankenversicherungen nieder. Wir klären Sie gerne auch zur Krankenzusatzversicherung als Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung auf. Denn auch ohne die Möglichkeit, in eine private Kasse wechseln zu können, werden Sie im Krankheitsfall ohne große Mehrkosten wie ein Privatpatient behandelt. Ob stationäre Zusatzversicherung, Ergänzungstarife, Zahnzusatzversicherungen, Krankenhaustagegeldversicherung oder Krankentagegeldversicherung, Sie entscheiden, welche Leistungen für Sie wichtig sind und gegen welche Risiken Sie abgesichert sein wollen.

Das Finanzierungsproblem der gesetzlichen Krankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung (kurz GKV) finanziert sich über das so genannte Umlagenverfahren. Das heißt konkret: Bis zur so genannten "Beitragsbemessungsgrenze" zahlen Mitglieder der GKV monatlich einen bestimmten Anteil (derzeit je nach Kasse rund 14,3 Prozent) ihres Einkommens als Beitrag. Familienmitglieder ohne Einkommen sind beitragsfrei mitversichert. Im Wesentlichen decken bzw. deckten die Einnahmen die Ausgaben. Durch die gestiegene Lebenserwartung und die Massenarbeitslosigkeit stehen immer weniger Beitragszahler einer größer werdenden Zahl von Leistungsempfängern gegenüber.

Um der Kostenexplosion zu begegnen, hat die GKV zwei Mittel: Erstens Beitragserhöhungen: in den letzten 26 Jahren stieg der durchschnittliche Höchstbeitrag von 50,31 Euro (1970) auf 504,08 (2005) - dies sind mehr als 900 Prozent! Zweitens Leistungskürzungen: nach den Gesundheitsreformen 1977, 1982, 1983, 1989 und 1993 wurde 1997 die "dritte Stufe der Gesundheitsreform" in Angriff genommen, der sich nun die vierte Stufe mit dem GKV-Modernisierungsgesetz anschließt, welche die Praxisgebühr, die teilweise Auslagerung der zahnärztlichen Leistungen sowie eine Eigenabsicherung des Krankengeldes umfasst. Somit kommen neben den reinen Beiträgen zur GKV noch weitere Kosten auf die Versicherten zu.

Insbesondere:

Arzneimittel-Festbeträge

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen für patentgeschützte Arzneimittel Festbeträge - soweit sie nicht einen therapeutischen Zusatznutzen beinhalten.

Festbeträge sind in der gesetzlichen Krankenversicherung maximale Erstattungsbeträge für Arzneimittel. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für ein Medikament jeweils bis zu dem von den Spitzenverbänden der Krankenkassen dafür festgelegten Betrag. Verschreibt die Ärztin oder der Arzt ein Arzneimittel, dessen Preis über dieser Höchstgrenze liegt, zahlt der Versicherte die Differenz. Die Ärzte sind aber verpflichtet, den Versicherten vorab auf diese Differenzzahlung hinzuweisen.

Für folgende Gruppen hat der gemeinsame Bundesausschuss Festbeträge festgelegt. Zum 1. Januar 2005 gelten also Festbeträge für:

Hilfsmittel-Festbeträge

Ab 2005 gelten für Hilfsmittel wie orthopädische Einlagen, Hörgeräte, Kompressionsstrümpfe, Sehhilfen, Inkontinenzhilfen und Stoma-Artikel bundesweit einheitliche Festbeträge. Sie wurden von den Spitzenverbänden der Krankenkassen beschlossen. Damit erhalten die Versicherten in ganz Deutschland den gleichen Betrag von ihrer Krankenkasse für Hilfsmittel erstattet. Bis dahin gab es landesweit einheitliche Festbeträge mit großen Preisunterschieden. Warum wurden für eine Einlage z. B. in Sachsen 41,41 Euro, in Nordrhein-Westfalen 44,48 Euro und im Saarland 53,17 Euro gezahlt? Nun erhalten alle Versicherten 46,64 Euro von Ihrer Krankenkasse.

Mit dem GKV-Modernisierungsgesetz wurde die Festsetzung von bundeseinheitlichen Festbeträgen durch die Spitzenverbände der Krankenkassen (Federführung durch den IKK-Bundesverband) beschlossen. Die Festbeträge ermöglichen den Versicherten eine eigenanteilsfreie Versorgung bei gleichzeitig anerkannter Qualität der Produkte. Denn es werden nur die Produkte im Hilfsmittelverzeichnes berücksichtigt, die die geltenden Qualitätsstandards erfüllen. Der technische Fortschritt wird dabei berücksichtigt.

Hinweis:
Für Hilfsmittel beträgt die Zuzahlung grundsätzlich 10 Prozent, mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro. Bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln (z. B. Windeln bei Inkontinenz) ist eine Zuzahlung von 10 Prozent, höchstens jedoch 10 Euro für den Monatsbedarf zu leisten. Diese gesetzliche Zuzahlung ist auch bei Hilfsmitteln zu leisten, für die Festbeträge bestehen.

Neuregelung beim Zahnersatz

Bereits seit dem 1.1.2007 gilt für gesetzlich Krankenversicherte die so genannte "Regelversorgung". Sie entspricht einer Standardtherapie, bei der für jeden Befund und dessen Behandlung ein fester Zuschuss von der Kasse gezahlt wird. Der Zuschuss in Form eines Euro-Festbetrages ist bundeseinheitlich geregelt und verbindlich für alle Kassen. Das heißt, die Zuzahlung orientiert sich am Problem: dem Zahn, der ersetzt werden muss - also am Befund, nicht an der Behandlungsmethode. Der Unterschied besteht darin, dass sich der Versicherte für jede medizinisch anerkannte Versorgungsform mit Zahnersatz entscheiden kann, ohne den Anspruch auf den Kassenzuschuss zu verlieren. Die restlichen Kosten muss der Versicherte selbst tragen. Sie werden in der Regel rund 50 Prozent der Gesamtkosten betragen.

Wer regelmäßig zum Zahnarzt geht, kann auf einen zusätzlichen Festzuschuss von weiteren 20 Prozent hoffen. Seit Anfang 2009 wird der erhöhte Festzuschuss jedoch nur gewährt, wenn zusätzlich seit 2004 die im Gesetz vorgesehenen jährlichen Untersuchungen in Anspruch genommen worden sind. Dabei gelten für verschiedene Altersgruppen unterschiedliche Regelungen: Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren ist es erforderlich, dass sie sich einmal halbjährlich einer individuellen zahnmedizinischen Vorsorgeuntersuchung unterziehen. Ältere Versicherte müssen ihren Zahnarzt mindestens einmal im Jahr aufsuchen. Ausnahmen sind grundsätzlich nicht vorgesehen. Wer seit 1999 eine lückenlos Zahnarztbiographie vorlegt, bekommt weitere zehn Prozent Zuschuss. Die für den Nachweis vorgesehenen Bonushefte gibt es beim Zahnarzt.

Die Festzuschüsse gelten nur für den Zahnersatz. Zahnersatz sind Einzelzahnkronen, Brücken, Prothesen, kombinierte Versorgungsformen und implantatgetragene Versorgungen. Nicht dazu gehören Zahnfüllungen, Gold- oder Keramik-Inlays, Wurzelkanalfüllungen oder Röntgenleistungen. Wer also wegen eines kleinen Loches zum Zahnarzt muss und deswegen gebohrt werden muss, für den bleibt alles beim Alten. Hier ändert sich nichts. Änderungen gibt es nur beim Zahnersatz.

Wichtig bleibt der Heil- und Kostenplan. Diesen muss der Zahnarzt vor einer Behandlung - für die Patientinnen und Patienten kostenfrei - erstellen. Darauf müssen der Befund, die Regelversorgung und die tatsächlich geplante Versorgung mit Zahnersatz nach Art, Umfang und Kosten ausgewiesen werden. Danach ist der Heil- und Kostenplan vor Beginn der Behandlung von der Krankenkasse zu prüfen. Er dient der Transparenz und Sicherheit. Sollten Sie als Patientin oder Patient bezüglich der vorgeschlagenen Versorgung dennoch Unklarheiten haben: Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Kasse nach - auch nach Behandlungsalternativen.

Auch wichtig: Die aktuellen Bonus- und Härtefallregelungen bleiben erhalten und werden auf das Festzuschuss-System umgestellt. Patientinnen und Patienten, die sich um die Gesunderhaltung ihrer Zähne bemühen, können sparen. Wer in den vergangenen fünf Jahren vor der Behandlung regelmäßig die Vorsorgeuntersuchungen pro Kalenderjahr in Anspruch genommen hat, bekommt einen um 20 Prozent höheren Festzuschuss. Der Zuschuss erhöht sich um weitere zehn Prozent, wenn der Versicherte zehn Jahre regelmäßige Kontrolle nachweisen kann. Also: Das Bonusheft weiterführen!

Durch eine Zusatzversicherung können Sie die Kosten für eine aufwändige Zahnbehandlung unter Umständen deutlich reduzieren. Fragen Sie uns nach den Neuregelungen rund um die Zähne!

Wer darf in die private Krankenversicherung?

Wer mindestens monatlich 4.050 Euro (jährlich 48.600 Euro) in den letzten drei Jahren verdient hat, kann aus der gesetzlichen in die private Krankenkasse wechseln.

Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung werden nur bis zu einem Betrag von monatlich 3.675 Euro (jährlich bis 44.100 Euro) erhoben. Alle Einkommensbeträge darüber werden nicht mehr mit Pflege- und Krankenversicherungsbeiträgen belastet.

Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer mit einem Bruttojahreseinkommen über der Versicherungspflichtgrenze können in die private Krankenversicherung wechseln, erstmalig zum Ende des Kalenderjahres, in dem die Pflichtgrenze überschritten wird. Abgesehen von wenigen Berufsgruppen hat die Versicherungspflichtgrenze keine Auswirkungen für Selbständige, Freiberufler und Beamte. Ein Wechsel in die PKV ist in diesen Berufsgruppen unabhängig vom Einkommen möglich.

Weil seit Anfang 2009 ein Einheitsbeitrag zur gesetzlichen Krankenkasse in Höhe von 15,5 Prozent besteht, werden die Arbeitnehmer stärker belastet. 7,3 Prozent davon tragen die Arbeitgeber und 8,2 Prozent die Arbeitnehmer. Hinzu kommen eventuell Zuschläge zum Beitragssatz, falls die Kassen ein Defizit erwirtschaften.

Daher wird ein Wechsel für viele gesetzlich Versicherte hin zur privaten Krankenversicherung attraktiv. Darüber hinaus bietet die PKV nun einen günstigen Standardtarif an, der den Wechsel noch attraktiver macht.

Private Krankenversicherung - die Alternative

Die PKV finanziert sich nach dem "Anwartschaftsdeckungsverfahren". Dies bedeutet, die Beiträge richten sich nach der versicherten Leistung und nach dem individuellen Alter und Geschlecht. Um einen altersbedingten Prämienanstieg zu vermeiden, werden Altersrückstellungen gebildet, so dass man in jungen Jahren für die höheren Leistungen im Alter vorsorgt. Zusätzlich wird seit 1992 ein Betrag in Höhe von mindestens 1 Prozent der so bereits gebildeten Altersrückstellungen zur Beitragssenkung im Alter angespart. Seit dem 1.1.2000 zahlen alle Neukunden der privaten Krankenversicherungen freiwillig einen sukzessive steigenden Zuschlag, der ebenfalls der verbesserten Beitragsentlastung im Alter dienen soll.

PKV - GKV: Wer ist für die Zukunft besser gewappnet?

Die PKV kann - im Gegensatz zur GKV - durch die weitgehende Unabhängigkeit von der Bevölkerungsentwicklung ein stabiles Preis-Leistungs-Verhältnis gewährleisten. Ein Vergleich der Beiträge von GKV und PKV zeigt eine in etwa gleiche Steigerungsrate, wobei die absoluten Beträge der PKV jedoch um rund 30 Prozent niedriger liegen. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass die PKV Altersrückstellungen bildet.

Pflegeversicherung

Das Bundesverfassungsgericht hat den Gesetzgeber verpflichtet, die Kinderziehung im Beitragsrecht der sozialen Pflegeversicherung zu berücksichtigen. Mit dem Kinderberücksichtigungs-Gesetz hat der Gesetzgeber das Urteil umgesetzt.

Kinderlose Mitglieder der sozialen Pflegeversicherung zahlen seit 1. Januar 2005 neben dem je zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu tragenden Pflegeversicherungsbetrag von 1,7 Prozent einen Beitragszuschlag von 0,25 Beitragssatzpunkten (AG = 0,85 Prozent, AN ohne Kind = 0,85 Prozent + 0,25 Prozent). Mitglieder, die Kinder haben oder gehabt haben, werden also in der Sozialen Pflegeversicherung auf der Beitragsseite relativ besser gestellt als solche ohne Kinder.

Kinderlose Rentner, die vor dem Stichtag 1. Januar 1940 geboren sind (also die im Jahre 2005 über 65-Jährigen), werden von der Zuschlagspflicht ausgenommen. Ausgenommen sind auch Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres sowie Bezieher von Arbeitslosengeld II, Wehr- und Zivildienstleistende.

Der erhöhte Beitrag ist nicht zu zahlen, wenn nachgewiesen wird, dass Kinder erzogen wurden oder werden. Berücksichtigt werden auch Adoptiv-, Stief- und Pflegekinder.

Private Zusatzversicherungen

Wer heute als gesetzlich Versicherter einmal krank wird und ins Krankenhaus muss, der erhält zwar eine ärztliche Grundversorgung, aber mehr auch nicht. Denn die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) deckt nur noch die Grundbedürfnisse im Krankheitsfall ab. Da wird jeder Blinddarm nach einer Fallpauschale abgerechnet. Auf die Besonderheiten eines jeden Patienten kann da keine Rücksicht genommen werden. Alternativtherapien, Einzelzimmer, Chefarztbehandlung oder bestimmte Medikamente sind häufig Zusatzleistungen, die der Kranke extra bezahlen muss. In solchen Fällen helfen private Zusatzversicherungen. Ob es um das Einzelzimmer im Krankenhaus, Inlays beim Zahnarzt, Brillen, Krankentagegeld, Auslandsreisekranken- und Pflegeversicherungen geht - eine private Zusatzversicherung kann jedes Risiko individuell absichern.

Der Beitrag der jeweiligen Zusatzversicherung richtet sich nicht nach dem Einkommen, sondern nach Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und gewählten Tarifen. Der Versicherer kalkuliert nach einem individuellen Kostenrisiko.

Mit einer privaten Zusatzversicherung steht dem Versicherten dann je nach gewähltem Versicherungspaket das gesamte Spektrum des privaten Rundumschutzes offen. Die Versicherung übernimmt einen Großteil der Kosten, die nach Vorleistung der Kassen übrig bleiben. Auch Kosten, die die gesetzliche Krankenversicherung überhaupt nicht übernimmt, können privat zusätzlich abgesichert werden:

Zuzahlungen für die Praxisgebühr, Arzneimittel, stationäre Behandlungen (Krankenhaus, Anschlussheilbehandlung, Vorsorgekur, Rehabilitationsmaßnahme, Mutter-Kind-Kur)

Durch Vereinbarung einer Selbstbeteiligung ist eine enorme Beitragsersparnis möglich.

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